Querdenken-Meditation Für

Freiheit, Wahrheit,
Verbundenheit und
unsere vollen Grundrechte

Auch im Augst
Jeden Samstag auf dem Siegfriedplatz
nächster Termin:

Samstag, 1. August

Ab 1. August liegt die Organisation der Samstagsmeditation in den Händen von Andrea Koch — einer Weggefährtin, die seit Anfang an dabei war. 

Seit April meditieren oder demonstrieren Menschen in verschiedenen Städten Deutschlands zusammen.
Auch in Bielefeld gibt es unterschiedliche Aktivitäten.

Unsere Einladung ist tatsächlich zum Meditieren.
Öffentlich.
Keine Kundgebung. Keine Redner.

Sitzen in Stille für 60 min.

Sich ausrichten auf Qualitäten, die jenseits der aktuellen Meinungskämpfe liegen.
Qualitäten, die uns gemeinsam weiter bringen können:

Freiheit, Wahrheit,
Verbundenheit

Ablauf

Ankommen ca. 15:15 h. Start der Meditation 15:30 h

Komm rechtzeitig und richte dir ruhig deinen Platz ein. Bring dir eine Unterlage mit, ggf. ein Sitzkissen / einen Stuhl… was immer du brauchst. Raum pro Mensch 1,5 x 1,5 m, so halten wir den gesetzlich vorgeschriebenen Abstand ein.

Um 15:30 h gibt es einen Ton, der den Übergang in die Meditation in Stille signalisiert.

Um 16:30 h endet die Meditation.

Oft bleiben nach der Meditation noch Menschen zusammen da und tauschen sich in kleinen Gruppen miteinander aus. Neue Kontakte werden geknüpft, schon bestehende vertieft.

Häufig sind strahlende, bewegte oder auch ruhige Gesichter zu sehen.

Dann gehen alle ihrer Wege… Bis zur nächsten Woche 🙂

Ist dir eine Stunde zu lang ist oder willst du aus anderen Gründen erst  später dazu kommen?
Das ist natürlich möglich, in Rücksicht auf die in Stille Sitzenden.
Ebenso wie früher zu gehen.

Schließlich geht es uns ja um die Freiheit!

Vielleicht bis Samstag?!

 

Zur Vorgeschichte

Diese wöchentliche Meditation ist entstanden aus der Meditation für das Deutsche Grundgesetz.

Kennst du die deutschen Grundrechte?

Wörtlich kannte ich das Erste. Die anderen nur so ungefähr und hab sie nachgelesen… (peinlich aber wahr). Hier ein Auszug:

§ 1.
Die WÜRDE des Menschen ist unantastbar.
Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

§ 2.
Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.
Die FREIHEIT der Person ist unverletztlich.
In diese Rechte darf nur aufgrund eines Gesetzes eingegriffen werden.

§ 4.
(1) Die FREIHEIT des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit
des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletztlich.
(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.

§ 5.
Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die PRESSEFREIHEIT und die FREIHEIT DER BERICHTERSTATTUNG durch Rundfunk und Film werden gewährleistet.
Eine Zensur findet nicht statt.

Diese Rechte sehen wir aktuell verletzt. Deshalb wollen wir dafür einstehen – uns zeigen, uns verbinden, uns ausrichten. Auf das, was wir wollen (statt gegen das, was wir nicht wollen).

Aus aktuellem Anlass weise ich auch auf Artikel 3 hin:

§ 3.
🌈 Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. 🌈
Niemand darf wegens seines Geschlechts, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

***

Falls du wissen willst, wie es hier in Bielefeld zu dieser Aktion kam, lies weiter.

Chronik der letzten Monate

Freitagabend, 24. April, 22:30 h: Zwei Freundinnen, Myjala und Marai sind berührt von der Einladung, die durch den Künstler Kai Stuht ausgesprochen wird: Meditieren für das Grundgesetz, für Freiheit und Wahrheit, für unser würdiges Miteinander.

So kam es, dass wir uns verabreden: Samstag 25. April wollen wir beide zusammen auf dem Siegfriedplatz meditieren, so wie von Kai Stuht in einem Video gezeigt.
(bei Interesse guck selbst nach dem Video “Ignorance Meditation” mit Kai Stuht, von 19:30 – 24:30 min)

Anschließend fällt uns ein:
Das könnten wir eigentlich noch mit anderen teilen 🙂

Ein paar WhatsApp-Nachrichten werden verschickt am Abend und am Morgen.

Am nächsten Nachmittag, weniger als 24 Std später, sind wir… zu unserer Freude und Überraschung… 18 Menschen.

Wir begrüßen uns freundlich und respektvoll. Jede_r lässt sich innnerhalb der eigenen 2 x 2 m nieder. Von einem Handy läuft kurz die Pippi Langstrumpf Melodie als Signal für den Meditationsbeginn. Anschließend sitzen wir in Stille und meditieren. Eine Stunde. (danke an die Sonne!)

Auf dieselbe friedvolle Weise wollen wir bis auf weiteres jeden Samstag gemeinsam meditieren. Nicht ‘gegen’ etwas – sondern ‘für’.

In Ausrichtung auf das, was wir uns für unser Zusammenleben wünschen; für Deutschland und auf der Erde insgesamt:

Würdevolles, freiheitliches, liebevolles, ehrliches, respektvolles Miteinander.

Am Samstag 2. Mai waren wir dann knapp 50 Menschen. Wieder friedvoll, in Stille verbunden. Ich konnte anschließend gar nicht mehr aufhören zu lächeln, bis mir fast die Wange weh taten.

Während der Meditation kam mir eine Erkenntnis. Seitdem ist mein innerer Kampf weg — mein Widerstand gegen das, was derzeit geschieht. Ich hab dazu spontan ein Video aufgenommen:

Am 9. Mai waren wir +80 Menschen (zur Meditation und anschließenden Gesprächen, die sich spontan in kleinen Gruppen ergaben).

Einer hatte folgendes dabei:

Es gab eine erste sehr agressive Störung (ich glaube durch AntiFa Mitglieder). Wir wurden mit voller Lautstärke durch eine Audiobotschaft und Musik bedröhnt, die ich als hasserfült erlebte. Dieser Text war – wie ich später erfuhr – schon zuvor in mindestens einer Telegram-Gruppe geteilt worden war, incl. Hinweis auf meine Webseite und rechtsextremen Unterstellungen. Wer mich kennt, kann nur Staunen über solche Anschuldigungen.

Am 16. Mai wurden wir offiziell polizeilich begleitet (eine Beruhigung!):

Am 23. Mai waren wir +60 Menschen, diesmal wieder ohne polizeiliche Begleitung.

Tagelang war Regen angesagt für den Samstagnachmittag. Bis kurz bevor es los ging, war der Himmel noch düster. Dann kam die Sonne raus und schien die ganze Zeit. Am Himmel und auch zwischen uns. Am Schluss haben wir “Imagine” gesungen von John Lennon. Noch etwas holprig. Wir üben bis zum nächsten Samstag 😉

Es gab wieder eine Gegendemo (AntiFa?). Ein Passant sprach die Schildertragenden an und fragte, was ihr Anliegen sei. Die sprachen über Rechtsextremismus, Antisemitusmus und Ken Jebsen. Er schaute uns dann, dann die Schilder, dann uns und sagte, “Ich seh hier gar keine Rechtsextremen.”

Da ging es ihm wie mir.

Am 30. Mai gab es wieder eine Gegendemonstration. Diesmal mit mehr TN und der Absicht, durch laute Musik zu stören. Die begleitende Polizei hat dann unsere angemeldete Versammlung in der stillen Form ermöglicht durch klare Worte gegenüber den Anti-Demonstranten.

Ich hab ein Anliegen: Wer kennt jemand von denen, die meinen ausgerechnet bei UNS gegen Rechtsextremismus demonstrieren zu müssen und kann Kontakt herstellen?

Ich würde gerne ins Gespräch kommen.

Ich würde gerne verstehen, worum es diesen jungen Menschen geht UND warum sie meinen, uns zu stören hilft bei dieser Absicht. Aus meiner Sicht kann es sich, ehrlich gesagt, nur um ein Missverständnis handeln.

Am 6. Juni dann mit +30 Teilnehmenden entstand ungeplant eine neue Form. Wir saßen im Kreis zusammen. Wunderschön. Das möchte ich nächste Woche wieder!

Am 13. Juni wieder im Kreis. Sehr friedvoll. Zwischendurch ein Sommerregen und alle blieben sitzen. Für mich ein seliger Moment.

Am 20. Juni wieder im Kreis. Kraftvoll, friedvoll, wohltuend. Jedes Mal erhalte ich aus meinem Inneren wichtige Informationen darüber, was es gerade braucht. Und gehe gestärkt und verbunden in die folgende Woche…

27. Juni: Verbundenheit im Kreis und darüber hinaus. Diesmal schließen sich sogar Weggefährten aus Schweden und Schottland an…
Was mich besonders freut: Es kommen immer wieder neue Menschen dazu am Siegfriedplatz. Anschließend gibt es wohltuende Gespräche in kleinen Gruppen. Oder ein Eis von der nahe gelegenen Eisdiele. Manche gehen auch einfach nur erfüllt und in Stille nach Hause…

4. Juli: Wolken, kühler als in den letzten Wochen, zwischendurch ein kleiner Nieselregen. Wir sitzen wieder zusammen – im Kreis. Fußball spielende Kinder im Hintergrund. Eines fragt den Vater: “Was machen die da?” Er: “Die meditieren für den Weltfrieden.” Ich schmunzle in mich hinein. Ist zwar nicht genau unser Thema, aber irgendwie stimmt es auch.
Ein biertrinkender junger Mann aus der Nachbarschaft kommt dazu samt Gitarre. Setzt sich in den Kreis. Liest den Text der Herzen vor, die in der Mitte liegen: “Verbundenheit” … “Freiheit” … “Mut” … “Liebe”.
“Ich bin Liebe”, sagt er plötzlich zu meiner völligen Überraschung. Wir schauen uns an.

11. Juli * 18. Juli
Die Treffen gehen weiter. Es ist friedvoll, verbindend, wohltuend.

Am 25. Juli sind es genau 3 Monate seit Beginn. 14 Meditationen von April – Juli. Nie hätte das eine_r von uns gedacht, zu Beginn der gesamten Aktion…

Nun gebe ich das Staffelholz weiter. Ab August liegt die Organisation der Samstagsmeditation in den Händen von Andrea — einer Weggefährtin, die seit Anfang an dabei war. Wunderbar.

***

Hier möchte ich einen Perspektivwechsel teilen, den ich im Laufe des letzten Wochen erlebt habe (Mai):

Dies entstand im Juli: